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Deutlicher Sieg für die Union Fast jeder Zweite im Wahlgebiet Casekirchen stimmte bei der Bundestagswahl für die CDU. Der Bundestrend wird bestätigt: Drastische Verluste für die FDP und beachtlicher Erfolg für die AfD.
Traumergebnis für die Unionsparteien - nicht nur im gesamten Bundesgebiet, auch im Wahlbereich Casekirchen (Casekirchen, Köckenitzsch und Seidewitz) konnte die CDU ihr traditionell gutes Ergebnis deutlich verbessern. Am Wahlsonntag entschieden sich knapp 44 Prozent der Wähler mit ihrer Zweitstimme für die Christdemokraten - ein starkes Plus von über 13 Prozentpunkten. Lieferten sich bei der vergangenen Wahl im Jahr 2009 CDU und Linkspartei noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen (beide lagen in etwa gleich auf bei 30 Prozent), so mussten die Linken diesmal heftig Federn lassen: Nur noch rund 20 Prozent der Wähler der früheren Gemeinde Casekirchen machten ihr Kreuz hier - dennoch blieb die Linke zweitstärkste Kraft. Nach dem drastischen Absturz der SPD vor vier Jahren, verlor die Partei um Kanzlerkandidat Peer Steinbrück erneut an Zustimmung - trotz leichter Erholung im Bundesgebiet - und landete bei ca. 13 Prozent (-3 Prozent). Dagegen bestätigten Bündnis 90 / Grüne und FDP den für sie negativen Bundestrend: Während die Grünen bei 6,3 Prozent (-1,5 Prozent) landeten, brachen die Liberalen völlig ein und rauschten von 14,2 Prozent im Jahr 2009 auf jetzt katastrophale 2,4 Prozent. Wer profitierte von diesen beträchtlichen Stimmenverlusten? Natürlich in erster Linie die CDU, die als einzige der etablierten Parteien einen Stimmenzuwachs verzeichnen konnte. Der andere große Gewinner dieser Wahl ist allerdings die erst kürzlich gegründete “Alternative für Deutschland” (AfD), die auf Anhieb 9,5 Prozent der in Casekirchen abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen konnte. Übertragen auf ganz Deutschland hätte die eurokritische Partei mit diesem Ergebnis locker die Fünf-Prozent-Hürde genommen und wäre in den Bundestag eingezogen. Dagegen spielten die zwischenzeitlich hoch gehandelten Piraten mit 2,4 Prozent keine Rolle. Überzeugen konnte die CDU auch mit ihrem Direktkandidaten Dieter Stier. Bei den Erststimmen sprach sich genau jeder Zweite für den Weißenfelser aus. Dahinter kamen abgeschlagen Claus Roland (Linke) mit 19,8 Prozent sowie Florian Hüfner (SPD) mit 15,8 Prozent. Vom leicht gestiegenen Interesse an der Bundestagswahl war im Wahlgebiet Casekirchen unterdessen nichts zu spüren. Mit einer Wahlbeteiligung von 68,3 Prozent lag diese in etwa genau so hoch wie vor vier Jahren (2009: 68,4 Prozent).
Jeder Wähler entschied mit zwei Stimmen über die künftige Zusammensetzung des neuen Bundestags. Bild: Tim Reckmann / pixelio.de Erststimmenergebnisse im Detail (abs. / Prozent) Claus Roland (Die Linke) 25 19,8 % Dieter Stier (CDU) 63 50 % Florian Hüfner (SPD) 20 15,8 % Matthias Rauch (FDP) 2 1,6 % Dieter Kmietczyk (Grüne) 4 3,2 % Dr. Manfred Dott (Piraten) 4 3,2 % Hans Püschel (NPD) 5 4 % Günther Weiße (Freie Wähler) 3 2,4 % Zweitstimmenergebnisse im Detail (abs. / Prozent) Die Linke 25 19,8 % CDU 55 43,6 % SPD 16 12,7 % FDP 3 2,4 % Grüne 8 6,3 % Piraten 3 2,4 % NPD 2 1,6 % AfD 12 9,5 % Freie Wähler 2 1,6 % Quelle: Wahlvorstand Casekirchen
Von Tom Zeretzke 13.10.2013